Wenn das Zahnfleisch blutet: Hinsehen statt abwarten
Blut an der Zahnbürste, gerötete Ränder oder geschwollenes Zahnfleisch können auf eine Zahnfleischentzündung hinweisen. Sie wird medizinisch Gingivitis genannt und verursacht nicht immer Schmerzen. Häufig reagiert das Gewebe auf bakteriellen Belag am Zahnfleischrand. Eine Blutung kann aber auch durch eine Verletzung bei der Reinigung entstehen. Wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden sollten deshalb untersucht werden, statt allein anhand eines einzelnen Symptoms eine Diagnose zu stellen.Wichtig ist die Unterscheidung zur Parodontitis: Bei einer Gingivitis ist das Zahnfleisch entzündet, ohne dass der für eine Parodontitis typische Verlust von stützendem Gewebe vorliegt. Bei Parodontitis sind auch die Verankerung des Zahns und gegebenenfalls der umgebende Knochen betroffen. Nicht jede Gingivitis entwickelt sich weiter. Mit passender Behandlung und konsequenter Pflege kann sich eine belagbedingte Gingivitis häufig zurückbilden.
Was bei der Untersuchung geklärt wird
Die Zahnärztin oder der Zahnarzt prüft, wo die Entzündung sitzt und welche Beläge vorhanden sind. Messungen am Zahnfleisch helfen einzuschätzen, ob Hinweise auf eine Erkrankung des Zahnhalteapparats bestehen. Bei entsprechendem Verdacht folgen weitere Untersuchungen, gegebenenfalls Röntgenbilder. Zur parodontologischen Diagnostik gehört auch, vorhandene Risiken und frühere Befunde zu berücksichtigen.Welche Angaben beim Termin helfen
Erzählen Sie, seit wann die Blutung auftritt, ob nur eine Stelle betroffen ist und ob Sie neue Pflegeprodukte verwenden. Eine aktuelle Medikamentenliste sowie Angaben zu Diabetes, Rauchen oder einer Schwangerschaft sind ebenfalls hilfreich. Hormonelle Veränderungen können die Reaktion des Zahnfleisches auf Beläge beeinflussen. Medikamente sollten wegen Zahnfleischbeschwerden niemals ohne Rücksprache abgesetzt oder verändert werden.Schonend reinigen und die Ursache behandeln
Aus Angst vor Blutungen ganz auf das Putzen zu verzichten, lässt bakterielle Beläge bestehen. Reinigen Sie die Zähne weiterhin behutsam mit fluoridhaltiger Zahnpasta und einer geeigneten Bürste. Auch die Zwischenräume brauchen tägliche Pflege. Welche Interdentalbürste oder Zahnseide passt, lässt sich praktisch zeigen. Drücken Sie Hilfsmittel nicht mit Kraft in enge Stellen; bei Schmerzen oder Unsicherheit ist eine individuelle Anleitung sinnvoll.Im Rahmen der Prophylaxe und Mundhygieneberatung können zugängliche Beläge und Zahnstein entfernt und Ihre Pflegetechnik besprochen werden. Die Zahnärzte Obermünsterstraße verfügen dafür über eine eigene Prophylaxeabteilung. Eine professionelle Zahnreinigung ist jedoch kein Ersatz für tägliche Pflege und behandelt eine vorhandene Parodontitis nicht vollständig. Liegen tiefere Taschen oder Schäden am Zahnhalteapparat vor, braucht es eine darauf abgestimmte Therapie.
Antiseptische Spüllösungen können in bestimmten Situationen ergänzend empfohlen werden. Sie ersetzen weder Bürste noch Zwischenraumpflege. Insbesondere Chlorhexidin sollte nur gezielt und zeitlich begrenzt nach fachlicher Empfehlung eingesetzt werden, da unter anderem Verfärbungen und Geschmacksveränderungen möglich sind. Ein frischer Geschmack allein sagt nichts darüber aus, ob die Entzündungsursache beseitigt ist.
Wann Sie rasch Hilfe suchen sollten
Wiederkehrendes Zahnfleischbluten ist ein Anlass für einen zeitnahen Untersuchungstermin. Bei starken Schmerzen, deutlicher Schwellung, Eiteraustritt oder neu gelockerten Zähnen sollten Sie dringend zahnärztlichen Rat einholen. Eine zunehmende Schwellung im Mund oder Gesicht zusammen mit Schluck- oder Atembeschwerden ist ein Notfall und muss sofort medizinisch abgeklärt werden.Vereinbaren Sie bei den Zahnärzten Obermünsterstraße in Regensburg einen Termin, wenn Sie Veränderungen am Zahnfleisch bemerken. Bei der Beratung lässt sich klären, welche Ursache wahrscheinlich ist, welche Reinigung zu Hause passt und ob weitere Behandlung notwendig ist.
